Vollkommenheit verstehen
Seid gegrüßt.
Vollkommenheit besitzt die Integrität, auf sich selbst rückblickend die Einzigartigkeit der Vollkommenheit zu erblicken. Die Betrachtungsweise dessen verleiht euch die Gewissheit, dass – wie auch immer ihr sie betrachten möget – die Vollkommenheit alle Elemente eines jeden anderen, sei es eine Begebenheit, eine Erfahrung oder auch die Wesensaspekte eines Menschen, beinhaltet und zeigt.
Strebt ihr also nach Vollkommenheit oder denkt ihr indes, dass es Vollkommenheit nicht gibt, dann tut ihr gut daran, auch diejenigen Elemente der Vollkommenheit zuzuordnen, die ihr kraft eures eigenen Wertesystems aus der Fülle der darstellenden Elemente aussortieren würdet – zu integrieren bzw. in der Fülle der Vollkommenheit zu belassen.
Teilt ihr die Elemente der Vollkommenheit nach gut und schlecht auf, so werdet ihr einerseits keine Vollkommenheit erreichen und aus diesem Bestreben heraus indes euer eigenes Sein schmälern, da ihr jetzt, so wie ihr euch seht, sowohl Körper, Geist und Seele seid. Der menschliche Anteil, welcher jetzt zu eurem Sein gehört, ist davon geprägt, nach Vollkommenheit zu streben. Dieses Streben wiederum ist gleichzusetzen mit eurem Verlangen nach Entwicklung und Wachstum.
Es gilt nun zu erkennen, dass das persönliche innere Wachstum im Einklang mit dem Wachstum der äußeren Welt stattfindet, denn die äußere Welt ist die Summe der Bestrebungen aller Menschen und bildet folglich die sichtbare Vollkommenheit.
Gegenwärtige Kriege sind ein Element der Summe aller Elemente der Vollkommenheit, die ihr in der äußeren Welt vorfinden könnt. Tod und Geburt vereinen sich im Krieg im Sinne des Strebens nach Vollkommenheit. Die Greueltaten von Menschen an Menschen bringen durch deren Sichtbarkeit in der äußeren Welt wiederum andere Menschen dazu, eine Ordnung zu schaffen. Zusammenkünfte finden statt und bilden ein Netz von Gleichgesinnten, welches wiederum zur Entwicklung und dem Wachstum der Menschheit zuträglich ist.
Es ist nicht mein Bestreben, die Kriege zu verharmlosen, sondern euch aufzuzeigen, dass der Krieg bzw. die Untaten des Menschen in der Legitimation des Krieges auch die Förderung der Menschenwürde enthalten ist. Und solange sich der Mensch in diesem Bestreben befindet, sich durch die äußere Welt selbst zu erkennen, um Entwicklung und Wachstum überhaupt stattfinden lassen zu können, solange gehört auch dieses Element des Krieges zur Vollkommenheit – denn eure äußere Welt ist im Jetzt immer so vollkommen, wie es überhaupt möglich ist, aufgrund dessen, dass sie das Abbild eurer inneren Welt ist, und zwar eines jeden einzelnen von euch.
Es liegt nicht in meiner Absicht, euren Wert zu schmälern, sondern euch aufzuzeigen, dass ihr stets ein Teil der Vollkommenheit seid. Und auch wenn euch eure äußere Welt nicht immer gefallen mag, so ist sie doch stets der Ausdruck eurer aller Kraft und aufgrund eures Entwicklungsstandes in sich vollkommen.
Im Herzen verbunden, immerdar
Emanuel
